EntwicklungHätt ich das mal eher benutzt

Hätt ich das mal eher benutzt – Ticketsystem

Selfmade Ticketsystem

Als ich meine erste Stelle als Softwareentwickler angetreten war, gab es relativ schnell einen Haufen Anforderungen aus dem gesamten Unternehmen an mich. Gleichzeitig sollte natürlich für alle Entscheider gut und schnell zu sehen sein, was noch zu tun war, und woran ich gerade arbeitete. Ziemlich schnell kam also die Idee einer Todo Liste auf. Diese sollte aber wie eine Website erreichbar sein. Um alle meine Anforderungen umsetzen zu können bastelte ich eine kleine PHP Seite. Die notwendigen Funktionen waren schnell integriert und mein erstes Ticketsystem tat seinen Dienst.

Microsoft Team Foundation Server

Auch wenn das selbstgemachte System gut lief, gut anpassbar war und etabliert. Als ich den Team Foundation Server installiert hatte, importierte ich auch alle Tickets. Die Integration mit der Quelltextverwaltung und den Builds war einfach unschlagbar. Jeder Checkin ließ sich mit einem Ticket verknüpfen. Gab es Nachfragen oder Bugs, ließen sich Änderungen gut den entsprechenden Anforderungen zuordnen. Auch heute noch hänge ich an dem damals erworbenen Anspruch an Integration.

Jira

Irgendwann kam der Team Foundation Server in die Jahre und wurde in meinem Falle nicht durch seinen Nachfolger, sondern durch Jenkins und Mercurial abgelöst. Der Ticketteil blieb noch eine Zeit aktiv und wanderte dann zu Jira. Und Jira ist dann genau das Tool, welches ich mir eher gewünscht hätte. Ich benutze zwar nur einen kleinen Teil des Gesamtumfangs, aber die Konfigurierbarkeit und Darstellung sagt mir sehr zu. Das Agile Addon finde ich klasse, auch wenn ich nicht streng agil arbeite.

Microsoft Planner

Für einzelne Todos, die nicht direkt mit Softwareentwicklung zu tun haben, schaute ich mir jüngst Microsoft Planner an. Dank des Office 365 Abos können wird das im gesamten Unternehmen nutzen. Teams mit denen man zusammenarbeitet können somit ohne Umgewöhnung auch mit mir gemeinsam an Tickets arbeiten. Für kompliziertere Sachen ist Planner aber dann doch noch nicht ausgereift genug.

Fazit

Ein Ticketsystem an sich verwende ich schon sehr lange. Es lässt einen strukturierter arbeiten und bekämpft das Gefühl etwas vergessen zu haben. Ich mag auch die Transparenz, die man seinen „Kunden“ oder intern den Kollegen bieten kann. Wer nachschauen möchte, kann dies tun. Das Ticketsystem kann also einen guten Teil der internen Dokumentation bieten. Alle Funktionen gehen auf Tickets zurück. Und in den Tickets steht wer die Funktion warum angefordert hat.
Einen weiteren Vorteil sehe ich noch in der Collaboration. Wenn jedem Entwickler aus allen Tickets Aufgaben zugewiesen werden, ist es möglich mehrere Entwickler auf verschiedene Produkte loszulassen. Häufig habe ich gesehen, dass Entwickler sonst nur an wenigen Produkten exklusiv arbeiten. Wird ein Entwickler krank, muss ein anderer mühselig die Aufgaben übernehmen. Das beginnt dann im schlimmsten Falle beim Suchen der Quellen und endet im Versuch den völlig fremden Quelltext zu verstehen.
Ein Ticketsystem ist hier natürlich kein Allheilmittel, aber ein guter Startpunkt!

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